About me

Einer meiner Lieblingsplätze.   Die Dachterasse des QUBE Hotels in Heidelberg.
Einer meiner Lieblingsplätze. Die Dachterasse des QUBE Hotels in Heidelberg.

Mario Sander ist begeisterter Strategieberater und zutiefst davon überzeugt, dass Menschen in der Lage sind, die sie umgebenden Zustände und/oder ihr Erleben zu beeinflussen und zu verändern. Manchmal reichen einige Fragen, ein Modell und es entsteht Erkenntnis, Klarheit oder sogar eine Lösung. Design Thinking, Canban, BarCamps, Scrum haben endlich kreativen und gestalterischen Schwung und neue Energie in die angestaubte Beraterwelt gebracht. Das Gemeinsame dieser Tools heißt: kreativ Denken, Lösungsoptionen auf allen Sinnesebenen sammeln, von Schnelligkeit und unterstützender Technologie getriggert die Optionen kombinieren und sie ausprobieren.

 

Er ist ein leidenschaftlicher Leadershipexperte. Ihn faszinieren sich selbst organisierenden Systeme. Ob es ein StartUp ist, das keine Führung will; ein Konzern, der die Visitenkarten im Stundentakt des Change erneuert; eine Behörde, die ihren Veränderungs-widerstand kultiviert hat. Führungskräfte, getrieben von der digitalen Transformation, lernen Veränderungsprozesse zu lesen und die passenden Denkmodelle und Tools einzusetzen, um die Veränderungen aktiv zu gestalten.

 

Mario Sander ist ein erfahrener Coach. Er agiert ebenso emphatisch und ermutigend, wie provokativ und lösungsorientiert. Die Führungskräfte sind nach den Coachingsitzungen gestärkt, sortiert und handlungsfähig. Sie haben die Perspektive verändert oder den Zugang zu den eigenen Ressourcen geöffnet. Sie sind bereit und in der Lage, die nächsten Schritte zu gehen.

 

Angewandte Methoden:

Die Methoden müssen zu den Menschen und der Situation passen. Zu ihrer Form der Kommunikation, ihrem Tempo des Lernens und der konkreten Zielsetzung in Training und Beratung. Es gibt wenig Simulationen, Übungen oder Spiele. Die Arbeit an konkreten Situationen der Teilnehmenden steht im Mittelpunkt. Auf fremde Fallbeispiele wird weitestgehend verzichtet.

Der unmittelbare Nutzen ist für Sie erlebbar. Und wenn eine Methode einmal nicht passt, dann kommt sicher bald eine neue, die besser funktioniert.

 

Coaching kann auch schnell gehen: "Speed-Coaching" hieß es auf dem BRIGITTE-SYMPOSIUM 2018. Angeboten von XING-Coaches gab es Slots á 30 Minuten. Es hat funktioniert: Wenn wenig Zeit ist, kommen beide Seiten schnell auf den Punkt und die Coachees zu Erkenntnissen. Ist mehr Zeit, gibt es reflektierte Erkenntnisse zu Verhaltens- oder Einstellungsänderungen. Ich bin inzwischen für ausgewählte Anliegen tatsächlich durch diese Erfahrung ein Fan von Speed-Coaching.

 

Zielgruppen:

Führungskräfte aller Ebenen und engagierte, motivierte Teams

 

Berufserfahrung:

Trainer, Berater und Coach seit 1993

1991 Projektleiter in der Erwachsenenbildung "Kreativhaus" Berlin,

1990 Persönlicher Referent der Ausländerbeauftragten im Amt des Ministerpräsidenten/ Bundeskanzleramt

 

Ausbildung...

Hochschule für Musik, Hanns Eisler Berlin  und Hochschule für Kirchenmusik Halle a.d.Saale,

Psychologie, Pädagogik und Soziologie, ev. FH Berlin, Abschluss Dipl. Soz.-Päd.

 

Qualifikationen...

Systemische Organisationsberatung osb Wien,

Lizensierter TMS Berater des TeamManagementSystems von DickMcCan und Dr.Charles Magerison,

Lizensiert für das Modell Erfolgskontrolle in der Weiterbildung,

Hypnosystemische Kommunikation nach Milton Erickson,

Facebookmasterkurs,

TrainerCamp Markenbildung und Digitalisierung,

OER-Fachexperte BDVT


Mario Sander Backstage

Musik hat mich von klein auf fasziniert. Voller Stolz habe ich an meinem neunten Geburtstag mit "Sommertime" Mahalia Jackson und Luis Armstrong zu meinen musikalischen Eltern erklärt. Aber auch Toccata und Fuge in d-moll von Bach, auf der Orgel der Potsdamer Friedenskirche gespielt, hat mich als junger Zuhörer begeistert. Mit 14 Jahren durfte ich dann "endlich" die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik, "Hanns Eisler" in Berlin, machen. Das Abitur wurde mir in Potsdam (damals noch DDR) nicht etwa wegen der Noten verwehrt, sondern weil meine Eltern Künstler waren. So studierte ich Jazz am Bass und Klassik auf der Orgel aus voller Leidenschaft. Nach 3 Jahren Studium schmerzten auf einmal die Finger. Die bittere Diagnose hieß: Chronische Sehnenscheidenentzündung. Das stellte das Leben des 19-jährigen Vollblutmusikers vollkommen auf den Kopf. 

 

In Ost-Berlin gab es ein faszinierendes Künstler- und Dissidentenmilieu. Das schützende Dach der evangelischen Kirche bot den dafür nötigen Freiraum. So studierte ich an einem kirchlichen Institut Sozialpädagogik, Soziologie und Psychologie. Ein anspruchsvolles Studium, vor allem weit in seinem Horizont, geprägt von engagierten DozentInnen. Eine großartige Bibliothek, die ihresgleichen in der DDR suchen konnte, ermöglichte uns den Blick über den Ostblock-Tellerrand. Wir sogen alles auf: von Bloch, Luhmann, Adorno, Freire, Sölle, Kunze bis Riemann. Es konnte für uns nicht genug davon geben, was diese piefige, von sich so überzeugte DDR-Diktatur entlarvte. Mein Studienabschluss fiel zusammen mit dem Ende der DDR.

 

DAS Gänsehauterlebnis in meinem Leben passierte am 9. November 1989 in Berlin. An jenem Abend gingen wir über die Glienicker Brücke "in den Westen" ohne verhaftet oder gar erschossen zu werden in die Freiheit.

In diesem Moment war eines klar: Das ist das Ende dieser entsetzlichen DDR-Diktatur. Fröhlich winkten wir den Grenzposten zu und machten drei Tage Party IN FREIHEIT! Die BerlinerInnen waren an diesen Tagen nicht wiederzukennen: so offen, freundlich und zugewandt, wie man sie selten erlebt. 

Durch den Fall der Mauer war das Leben vieler, auch meines wieder einmal auf den Kopf gestellt.

 

Meinen ersten Job hatte ich in der Politik. In der ersten und letzten demokratisch gewählten DDR Regierung wurde ich persönlicher Referent der Staatssekretärin für "Ausländerfragen". Es waren Staatsverträge für 90.000 ArbeiterInnen aus Mosambik, Angola und Vietnam zu verhandeln. Viele der arbeitslos gewordenen "GastarbeiterInnen" hatten rechtlichen und sozialen Beratungsbedarf, der in den Kommunen organisiert werden musste. Mit der Wende brachen viele Dämme. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus krochen aus den Löchern, wo es doch kaum AusländerInnen gab. Es war mir nicht fremd. Mit meiner interkulturellen Herkunft war ich in der DDR längst unfreiwilliger Experte für Alltagsrassismus geworden.

 

Das neue Leben im vereinten Deutschland war für mich ein neues Studium. Alles, was wir im Studium gelesen, durchdacht und diskutiert hatten, konnte ich jetzt im Kontext seiner Entstehung betrachten.

Meine Kopfstände haben mich praktisch gelehrt, wie Systemveränderungen funktionieren, sich anfühlen und was man tun kann, um sie zu aktiv zu gestalten. 

Meine Frau und meiner vier Kinder haben mich ebenso praktisch gelehrt, immer wieder auf den Boden zurückzukehren. Die Kinder sind erwachsen und haben, was mich besonders berührt, den roten Faden der Kunst und der Bildung weitergeführt. 

 

Die Systemtheorie wurde geistige Heimat. In ihrer Vielfalt habe ich die wirkliche "Chance zum Change" entdeckt. Ich habe sie über viele Jahre in der Beratung und im Coaching konsequent lösungsorientiert praktiziert. Inzwischen frage ich mich manchmal, ob die systemische Betrachtungsweise der komplexer geworden Welt noch einen guten Dienst erweist.  Wird auch sie abgelöst von Algorithmen, neuen Arbeitsformen und Denkansätzen einer agilen globalisierten Wissensgesellschaft?

 

Vielleicht brauchen wir neue Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit.

Vielleicht brauchen wir auch einfach nur neue Fragen.

Bildnachweis: Foto M.Sander CCBYNCSA; Titel FacebookAnwendung Graffiti CCBYNCSA